Berufliche und gesellschaftliche Integration für alle Zuwanderer
Über folgende Eckpunkte herrschte Einigkeit:
Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen (GER) bietet mit seinen
Niveauprüfungen eine angemessene Grundlage für die Entwicklung eines
Curriculums.
Da der GER nicht bestimmte Wortlisten u.ä. festlegt, sondern durch Leitfragen die Notwendigkeiten für bestimmte Zielgruppen offen lässt, können die so entwickelten Curricula den Anforderungen unterschiedlicher Zielgruppen (Vorkenntnisse, Bildungsstand, berufliche oder schulische Zielorientierung, regionale Besonderheiten etc.) gerecht werden Die Einheitlichkeit der Curricula wird vom BAFl durch die vorgegebenen Lehrwerke umgesetzt. Die Lehrwerke orientieren sich an dem GER und sorgen durch ihre unterschiedliche Ausrichtung für einen gewissen, wünschenswerten Spielraum.
Die Progression und inhaltliche Ausrichtung der Lehrwerke lässt es nicht ausreichend zu, dass schulische, berufliche oder andere notwendige Zielsetzungen (Ausbildung, Studium) in dem festgelegten Stundenrahmen von 600 Unterrichtsstunden umgesetzt werden, der Umfang muss in vergrößert werden.
Die von WBT, Goethe und BAFl vorgelegten Prüfungsmodelle für die Niveaustufen A1 und A2 engen die Offenheit des GER ein und legen ein Curriculum nahe, das den Anforderungen an Sprachkurse für Jugendliche nicht genügt.
Ein weiterer
Punkt ergibt sich, den wir aber nicht als ausdrückliches
Ergebnis der AG festgelegt haben:
Sprachkurse, auch für Jugendliche, sollten von Beginn an, die jeweiligen
zentralen schulischen und/ oder beruflichen Themen (Ausbildung/Studium)
begleitend thematisieren. Eine künstliche Trennung zwischen
allgemeinsprachlichen Kursen und anschließenden berufsorientierenden Kursen
ist nicht produktiv und verschwendet Ressourcen und Motivation. Mal ganz
abgesehen davon, dass man ja nicht immer sagen kann: "Berufliche Themen
werden im Folgekurs behandelt!"
Rainer Jordan
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